Tipps zum achtsamen und bewussten Kommunizieren (Teil 2)

Emotionalität erkennenErkenne wenn du emotional bist, du reagierst dann übermässig, mit einer Ladung, es ist Wut oder Trauer da, du bist verletzt oder machst viele Vorwürfe und dein Herz geht auf Abstand zur anderen Person. Rückzug ist jetzt aber die schlechtere Option, bleib da und sucht die Kommunikation.

Durchtamen und besinnenWenn du erkennst, du bist sehr emotional, ärgerlich oder voller Vorwürfe, dann nimm dir Zeit für dich und lasse die Ladung dadurch absinken. Mache tiefe Atemzüge und spüre deinen Körper. Reflektiere deinen Zustand und dein Verhalten. Warst du dabei respektlos oder unachtsam, verletzend, giftig? Spüre deinen Kummer, deinen Schmerz und versuche ihn auszuformulieren.

Gespräch vereinbarenGehe nun zu deinem Gegenüber und sage ihm oder ihr, dass du das Bedürfnis hast, dich mitzuteilen und ob sie/er auch bereit ist und Zeit hat, es anzuhören. Sollte es gerade nicht gehen, sucht euch einen baldigen Termin, wo es geht. Wenn dein Gegenüber gar nicht will, dann wende dich an einen Freund, nahen Bekannten oder einen Coach oder Therapeuten.

Die Modalitäten eines ZwiegesprächesBeim Start des Gespräches, macht einen Zeitraum fest (7..10 Minuten), wo nur du sprichst, und der andere zuhört. Sprich aus der Ich-Position wie zum Beispiel: „Ich fühle mich verletzt oder bin verärgert, wenn du…“. Gib dir Mühe ganz genau zu sein und wirklich vom Herz her über deine Gefühle zu sprechen, ohne Vorwürfe, Schuldzuweisungen oder das Gegenüber zu therapieren. Vermeide Worte wie ‚immer‘ und ‚nie‘, da dies Übertreibungen sind. Die andere Person hört nur zu und geht nicht ins Argumentieren, Verteidigen, Rechtfertigen. Nachfragen nur, wenn man es akustisch nicht verstanden hat. Es ist keine Diskussion, sondern ein Zwiegespräch. Am Schluss darf der Zuhörer sagen: „Ich höre dich und ich verstehe es.“

Nach Ablauf der Zeit wechselt ihr bewusst die Rollen und macht weiter mit den gleichen Bedingungen.Auch dann wieder vom Zuhörer die Bestätigung aus dem Herzen: „Ich höre dich und ich verstehe es.“

Ihr könnt so ein paar Durchgänge machen, bis alles gesagt ist, was für Gefühle da sind.

Wirkung von ZwiegesprächenIch kenne selber oft Respekt und Angst in der Zeit vor solchen Gesprächen, bin aber jedes Mal mit einem guten Gefühl der Verbundenheit und Verständnis daraus gekommen. Man wird offener und es erzeugt Intimität durch mehr Nähe.Es ist der innere Widerstand, dass sich vielleicht etwas ändern könnte. Diese Angst kommt, weil wir es uns gewohnt sind, am Alten und Bekannten festzuhalten, auch wenn es schwierig auszuhalten ist.

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